Butterzarte Lammkeule à la Superzisch :-)

Vor kurzem haben wir den Meiselmarkt neu für uns entdeckt. Da wir ja den Brunnenmarkt auch ganz in unserer Nähe haben, waren wir bisher eigentlich nur dort. Aber: die beiden Märkte ergänzen sich perfekt: während der Brunnenmarkt eher türkische Sachen anbietet, kann man am Meiselmarkt großartige jugoslawische Waren kaufen. Wie zum Beispiel herrliche Kobasice und Pleskavica, bereits gehobeltes Kraut für den perfekten Krautsalat dazu und...wie in unsrem Fall diesmal: eine schöne große Lammkeule. 

Und die sollte natürlich zu einem superzischigen Braten verwandelt werden. 
Meiner Meinung nach gibt es für einen richtig guten Braten keine bessere Zubereitungsart als die Niedriggarmethode. Durch das Garen bei niedriger Temperatur tritt kaum Saft aus dem Fleisch aus und es wird ganz zart. Natürlich dauert das länger, aber das Ergebnis ist es wirklich wert. 
Genug der vielen Worte, los geht's! Wie immer ist dieses Rezept wieder ganz einfach, wer Eierspeise machen kann, schafft auch die Lammkeule :-)

Zutaten.
1 Lammkeule
1 Bund Suppengemüse
Cherrytomaten
Zwiebel
Fisolen
Pflaumen
Speck
Rotwein

Für die Marinade.
Olivenöl
Rosmarin
Knoblauch
Salz,Pfeffer

Zubereitung.
Zu allererst wird die Lammkeule mariniert. Dazu den Rosmarin fein hacken, und alle Zutaten zu einer Marinade verrühren. (Knoblauch brauch ich nicht schälen etc., weil ich ja immer mein heiss geliebtes Knoblauchpüree verwende.) Dann die Lammkeule gut damit einreiben - wenn man sie vorsichtig einschneidet kann die Marinade noch besser ins Fleisch ziehen- und über Nacht im Kühlschrank rasten lassen.

Wenns dann soweit ist, wird die Lammkeule von allen Seiten kurz scharf angebraten. Anschließend legt man die Keule in einen Bräter, giesst sie mit gut 2 Finger hoch Rotwein auf und drappiert rundherum Zwiebeln, Tomaten und das zerkleinerte Suppengemüse. Die Zwiebeln hab ich geviertelt, die Cherrytomaten sollte man ganz lassen. Zum Würzen vielleicht noch zusätzlich einige Bouillon Pur Flöckchen in den Rotwein legen. Restliche Rosmarinzweige noch über dem Gemüse verteilen.

So und dann geht's bei 90°C für ca. 5-6 Stunden ab ins Rohr. Gegen Ende der Garzeit kommen dann die Fisolen dran. Spitzchen abschneiden und Fisolen dämpfen. Etwas auskühlen lassen und mit Speck umwickeln, danach nur noch kurz in der Pfanne anbraten, bis der Speck Farbe annimmt und leicht crunchy wird. 

Ach ja, die Speckpflaumen hätte ich fast vergessen. Dazu einfach entkernte Backpflaumen hernehmen, jede mit einer Scheibe Speck umwickeln und ebenso in der Pfanne anbraten - parallel zu den Fisolen, damit nix kalt wird.

Keule raus aus dem Rohr, Fleisch in Scheiben schneiden und alles hübsch am Teller anrichten. Dazu ein Glaserl schwerer Rotwein, herrlichst.

 Bon Appétit!
Superzischigst*Eure Tau












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4 comments

  1. Hallo Tau,
    ich bin kein großer Lamm-Fan, aber Dein Rezept ist so lecker, dass ich es wohl mit einer anderen Fleisch-Sorte ausprobieren werde.
    Ach ja, und danke, dass ich jetzt hungrig bin! ;)
    Viele Grüße.

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    1. Hello Bente! :-) freut mich! ja klar, den fantasien sind keine grenzen gesetzt, geht sicher auch mit einem rindsbraten oder so! enjoy! :-) ich geh heut noch zum heurigen, heut bleibt die küche kalt :-) freu mich schon! lg, tau

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  2. Wie schön du immer alles anrichtest, da möchte man gleich bei Euch am Tisch Platz nehmen. - Wird dein Essen dir nie kalt - aufgrund des Fotos. - Ich liebe gebackene Tomaten, man hat immer das Gefühl von Mittelmeer. & die Böhnchen hast du mit dem Maßband gemessen, dass seh ich doch. Danke für das schöne Rezept, ich werde es aufjedenfall probieren. Die Pflaumen bringen bestimmt eine tolle Süße rein. Hmmmm....

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    1. hihi naja diesmal war fast ein bisschen zuviel am teller, aber es war alles so lecker, da musste einfach alles mit drauf :-) gerade die pflaumen...mhmmmm, die hätten mir schon gereicht ;-))
      und ja natürlich mess ich die fisolen (=böhnchen) mit dem maßband ab, das fleisch schneide ich ja schließlich auch mit dem zirkel aus dem braten ;-DD also vieeel spaß beim nachmachen und guten appetit, du liebe!

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