Urlaub am Gaumen: lauwarmer Oktopus-Salat.

Eine meiner allerliebsten Lieblingsspeisen ist zweifelsohne Oktopus, auch bekannt als Pulpo oder Krake. An dieser Stelle wichtig, weil's so oft verwechselt wird:

Der Oktopus gehört zur Familie der Tintenfische, zu der außerdem auch noch die allseits beliebten Kalmare zählen. Heißt: Tintenfisch ist nicht gleich Tintenfisch! Der Oktopus sieht nicht nur anders aus, sondern hat auch - richtig zubereitet - eine GANZ andere Konsistenz als Kalmare. Diese erinnert mich manchmal fast schon ein bisschen einem ganz zarten Schinken, so weich und g'schmackig kann Oktopus sein.

Das erste Mal habe ich Oktopussalat in Kroatien gegessen und es war Liebe auf den ersten Biss. Nie wieder wollte ich etwas anderes essen :-)) Seitdem ist Oktopus für mich immer wie Urlaub - am Gaumen. Wenn der letzte Urlaub wieder mal vieeeel zu lange her ist, gehe entweder zum Italiener ums Eck und bestelle mir eine Portion Pulpo con ajillo ooooder - wie unlängst - ich hole mir den Urlaub nach Hause und mache einfach selbst einen Oktopussalat, den ich euch heute nicht länger vorenthalten will.
Gaaaanz wichtig:
Es gibt viele Tricks, wie man Oktopus bearbeitet oder kocht, damit er nachher auch wirklich schön weich ist: die einen klopfen ihn vor dem Kochen weich, andre schwören auf einen Korken im Kochwasser und ich rate euch: nehmt einen tiefgekühlten Oktopus, oder: kauft einen frischen und friert ihn vor der Zubereitung ein. So wird der Oktopus nachher schön zart.
Zutaten für 2-4 Personen
500g-1kg Oktopus
500g speckige Kartoffeln
1 Pkg Ruccola oder z.B.: Vogerlsalat, wenn man keinen Ruccola mag
1 Bund Suppengemüse
1-2 rote Zwiebeln
frische Petersilie
grobes Meersalz

Für die Marinade:
Zitronensaft und Olivenöl 

Zubereitung

Oktopus vor der Zubereitung langsam auftauen. Suppengemüse putzen und klein schneiden, Kartoffeln waschen & kochen. 

Oktopus waschen und gemeinsam mit dem Suppengemüse in einem Topf mit kaltem Wasser bedecken, gut salzen(!) und zum Kochen bringen. Nach dem Aufkochen sofort die Hitze klein drehen und den Oktopus ca. 30 Minuten sieden lassen. Auf keinen Fall kochen, sonst wird der Oktopus zäh. Topf anschließend vom Herd nehmen und den Oktopus weitere 45 Minuten ziehen lassen.

Während der Oktopus langsam zart wird, kann man die Kartoffeln schälen und in mundgerechte Stücke schneiden. Anschließend den Oktopus zerkleinern, die rote Zwiebel & die Petersilie fein hacken und alles unter die noch warmen Kartoffeln mischen. Ganz zum Schluss mit der Marinade aus gutem Olivenöl und Zitronensaft, sowie grobem Meersalz & frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer abschmecken.

Danach den Oktopussalat auf dem frischen Ruccola anrichten und servieren. 
Tipp: 
Ein bisschen schwarze Olivenpaste gibt dem ganzen nochmal eine herrlich-mediterrane Note.


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